Aktuelles

Drei Mal Aktuelles

Das Logbuch im Internet und anderen Medien

Das Logbuchteam informiert alle Logbuchschreiber*innen

Anregungen für Ihren Logbucheintrag – Beispiele aus dem Internet über Veränderungen

 

Das Logbuch im Internet und anderen Medien

Am 26.06.2020 berichtete der rbb in der Sendung ZIBB über das Logbuch der Veränderungen. Benjamin Nölting, Professor an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, stellt die Idee und Fragen, die das Team derzeit beschäftigen vor.

Am Donnerstag, den 11.6.2020 wird in den regionalen Nachrichten auf Antenne Brandenburg (Studio Frankfurt Oder) in der Sendung „Guten Morgen Brandenburg“ ab 6.30 h immer zur halben Stunde im Nachrichtenblock über das Logbuch informiert.

Im Interview fasst Prof. Dr. Benjamin Nölting zusammen, welche Beobachtungen Bürger*innen in der Corona-Krise gemacht haben und wie diese Impulse mitunter auch für eine gesellschaftliche Transformation genutzt werden können.

Kurzbericht über das Logbuch der Veränderungen und Interview mit Prof. Dr. Benjamin Nölting auf BBRadio.de in der Morgenshow, Fr. 5.6.2020, 8:10 h

03.06.2020. am 10. Juni ziehen die Logbuchschreiber*innen Zwischenfazit

Zum Zwischenfazit-Termin des Logbuchs am 10. Juni 2020 wurde im Deutschlandfunk berichtet.

Berichte zum Logbuch auf sueddeutsche.de, berlin.de und home.1&1.de. An dieser Stelle wollen wir für ein tieferes Verständnis ergänzend darstellen..

30.04.2020

Im Blog der Citizen Science Plattform für Bürgerwissenschaften gibt es nun ein Interview mit Prof. Dr. Benjamin Nölting. Er antwortet auf folgende Fragen: Worum geht es? Wie funktioniert es? Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Wer kann mitmachen? Wie kam es zu der Idee?

30.04.2020

Über das Logbuch wird im HNE Alumni Newsletter 1/2020 berichtet.

29.04.2020

Das Logbuch der Veränderungen ist nun auch auf der Plattform ‘Bürger schaffen Wissen’ vertreten.

28.04.2020

Über das Logbuch der Veränderungen berichtet der Rat für nachhaltige Entwicklung ausführlich in den Nachrichtenn.

Das Logbuch in der Märkischen Oderzeitung (MOZ) vom 25.04.2020

23.04.2020

Das Logbuch im Blog auf der Webseite ‘zukunftskommunen’.

23.04.2020

Pressemitteilung der HNEE:

Das Logbuch der Veränderungen im Corona Sustainablity Compass-Blog, einer Initiative vom Bundesumweltamt (UBA), dem Forschungsnetzwerk Future Earth, dem International Science Council (ISC, Internationaler Wissenschaftsrat) und der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz.

09.04.2020

Die Nachhaltigkeitspalltform Brandenburg berichtet über das Logbuch der Veränderungen.

06.04.2020

Der Blog des Weiterbildungsstudiengangs ‘Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement’ berichtet über das Logbuch.

04.04.2020

Netzwerk N engagiert sich für einen nachhaltigen Wandel an Hochschulen núnd berichtet im Blog über das Logbuch.

02.04.2020

Das Logbuch in der ARD Audiothek: Interview mit Prof. Dr. Benjamin Nölting auf rbb Kultur

31.03.2020

Das Logbuch war im Newsticker Potsdamer Neueste Nachrichten

28.03.2020

Das Logbuch im Veranstaltungskalender vom Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE)

 

Logbuch der Veränderungen - Ende des ersten Befragungszeitraumes

Nach der Verängerung ist nun der erste Befragungszeitraum des Logbuches beendet. Das Logbuch enthält umfangreiche Dokumentationen des Alltagsgeschehens in den vergangenen Wochen.

Woche 12: 2278 Besucher der Webseite, 665 Besuche der Mobilversion

 

Vom 26.3. bis 10. Juni 2020 haben 508 Logbuschreiber*innen insgesamt 828 Logbucheinträge zusammengetragen zu ihren Alltagsbeobachtungen in der Corona-Pandemie. 127 Logbuchschreiber*innen haben mindestens zwei Einträge vorgenommen.

Wir werten nun die Daten aus und entscheiden anhand der Ergebnisse, wie wir vom 01.bis 15.9 eine Nacherhebung durchführen werden und wie wir Bürger*innen und Bürger in die Interpretation der Ergebnisse einbeziehen werden. Darüber werden wir die 199 Empfänger des E-Mailverteilers informieren sowie über die Pressearbeit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

 

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Logbuchschreiber*innen, die mindestens zwei Einträge vorgenommen haben

Logbuch der Veränderungen - Zwischenstand 4

das “Logbuch der Veränderungen“ ist nun seit den von uns geplanten acht Wochen online. Dank Ihrer dokumentierten Beobachtungen entsteht ein Datensatz, der nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Öffentlichkeit sehr interessant ist.

So ist das Logbuch inzwischen gewachsen:

Woche 1 und 2: 500 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 140 auf der Mobilversion

Woche 3 und 4: 1.300 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 430 auf der Mobilversion

Woche 5 und 6: 1.700 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 530 auf der Mobilversion.

Woche 7 und 8: 2.000 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 570 auf der Mobilversion.

 

Seit dem 07. Mai sind 134 Logbucheinträge dazugekommen, davon 23 Einträge von neuen Logbuchschreiber*innen. Der Verteiler für diese Erinnerung liegt weiter bei 180, mit einigen Ab- und Zugängen.

 

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Die Corona-Pandemie verläuft anders, als wir es uns Anfang März vorstellen konnten – sie dauert länger und der Ausgangszeitpunkt ist ungewiss. Normalitätsforscher Jürgen Link spricht in einem Deutschlandfunk-Interview von einer ‚Denormalisierung‘ unseres Alltags durch die Corona-Pandemie mit ihren verschiedenen Regeln, um mit ihr als Gesellschaft umzugehen[1]. Auch wenn wir uns an viele Veränderungen schnell gewöhnen, so unterscheidet er zwischen neuer Realität mit ihren Veränderungen und dem was wir als neue Normalität sehen.

Wie wir auf das alte und das neue ‚Normal‘ schauen, ist auch eine Frage wie wir unsere Beobachtungen interpretieren. Und diese Interpretation verändert sich, genauso wie die Wissenschaft und auch die Politik ihre Interpretationen der Plausibilität von Wissensstand und Datenlage in Verlauf der letzten Monate verändert haben[2]. Wie also verändern sich unsere eigenen Interpretation von Veränderungen und neue Normalität? Das Logbuchprojekt wird dazu spannende Antworten liefern können.

Die schrittweisen Lockerungen in den letzten Wochen werden jedoch erst jetzt offenlegen, welche Veränderungen im Alltag Bestand haben werden – und so zum ‚neuen normal‘ werden. Zudem werden sie vielleicht – je nach regionalen Regelungen – unterschiedlich sein. Nur mit diesen Beobachtungen können wir analysieren und diskutieren, ob hieraus auch positive Nachhaltigkeitseffekte entstehen können. Daher haben wir uns entschieden, Sie einzuladen, bis zum 10. Juni ein Zwischenfazit zu Ihren Beobachtungen aus dieser ersten Zeit im und direkt nach dem Corona-Stillstand ‚in der neuen Normalität‘ zu dokumentieren. Was ist Ihre persönliche Bilanz der Erfahrung im Zeichen von Corona und der Beobachtung von Veränderungen? Laden Sie gern auch  weitere neue Logbuchschreiber*innen ein unter www.logbuch-der-veraenderungen.de die Beobachtungen aus diesen besonderen Monaten rückblickend zu dokumentieren!

Sicherlich sind Sie gespannt, wie es nun mit dem Logbuch weitergeht.

Im Herbst und nach der Sommerpause öffnen wir das Logbuch noch einmal für eine kurze Phase der Nachbefragung (1.-15. September), um mit Abstand auf diese Zeit mit ihren Veränderungen zu schauen:

  • Wie bewerten Sie im Rückblick Ihre Erfahrungen mit den Corona-bedingten Veränderungen, die Sie beobachtet haben?
  • Was hat sich durch Corona verändert, welche Veränderungen haben bislang Bestand? Was ist wieder „normal“? Zu welchem ‚neuen‘ Alltag kehren Sie ‚zurück‘?

 

Zu diesem Abschlusseintrag werden wir wieder eine Erinnerung über unseren Verteiler senden.

 

Da wir das Logbuch als bürgerwissenschaftliches Projekt entwickelt haben, wollen wir Sie natürlich auch nach der Datenerhebung einbeziehen. Wie wir dies genau tun werden, z.B. mit einer online Veranstaltung oder anderen interaktiven Elementen für eine Rückmeldung zu den Ergebnissen des Logbuch-Projektes, werden wir im Herbst anhand der Corona-Lage entscheiden und Sie informieren. Haben Sie sich dafür schon in den E-Mail Verteiler eingetragen?

 

Nach dem Pfingstwochenende möchten wir heute zum Abschluss einen Schnappschuss mit einigen Zitaten zum Bereich Einkaufen, Versorgung und Freizeit verabschieden, denn vielleicht haben Sie das Pfingstwochenende auch anders verbracht als vor Corona? Bisher ist uns bei den Logbucheinträgen in diesem Bereich aufgefallen, dass Sie deutlich weniger über Freizeit, sondern hauptsächlich über Ihre Beobachtungen beim Lebensmitteleinkauf dokumentiert haben.

 

  • Eines hat sich sehr positiv verändert: wir kochen in unserer Familie nun mehr zusammen. Mein fast 12 jähriger Sohn hat großes Interesse gezeigt Kochen zu lernen. Daher haben wir viele Zutaten im Asia Laden eingekauft um Japanisch, Thai, Indisch, Vietnamesisch zu kochen. Normalerweise kochen wir nicht viel, besorgen Pizza, Salat, Sushi, Thai von unterwegs und essen es zu dritt zu Hause oder gehen recht viel in Restaurants. Wir genießen die gemeinsame Zeit beim Kochen in der Küche und den Fakt, dass wir uns endlich mal Zeit dafür nehmen. Ich hatte schon länger gespürt, dass mein Sohn sich dafür interessiert und jetzt war eine gute Zeit dafür gekommen. Auch um ihm den Corona Schrecken etwas leichter zu machen.

 

  • Der Einkauf ist viel besser geplant – es gibt einen sehr strikten Essensplan, nach dem eingekauft wird, damit kein “Nachkaufen” notwendig ist. Ich kaufe somit nur noch einmal pro Woche ein statt mehrmals, um die Anzahl der notwendigen Besuche im Supermarkt zu minimieren.

 

  • Ich behalte bei, durch Corona, nur einmal pro Woche entweder in den Supermarkt oder in den Biomarkt. Die Einkaufssituation hat sich normalisiert, aber es sind wenn ich einkaufe, immer eher wenige Menschen unterwegs als vor Corona.

 

  • Wir müssen mehr einkaufen, da wir jetzt täglich zuhause kochen aufgrund von Homeoffice und geschlossenem Kindergarten. Wir kaufen nach wie vor überwiegend bei Landwirten in der Umgebung ein, ein- oder zweimal pro Woche im Supermarkt.

 

  • Abgesehen von Lebensmitteln konsumiere ich viel weniger, z.T. weil die Gelegenheit fehlt, z.T. weil ich es mir abgewöhnt habe. Einen Konsumgutschein brauche ich wirklich nicht, weil ich bisher ja immer damit kämpfte, dass ich zuviel einkaufe und versuchte, das zu reduzieren.

 

  • Auch in den Läden werden gerade die Jüngeren immer sorgloser, rutschen einem wieder wie vor Corona auf den Leib und wundern sich, wenn man sie bittet, (wenigstens etwas) Abstand zu halten.

 

  • Versorgung war nie ein Thema, denn Hamstern brauchte ich nicht. Im Gegenteil: ich sah erst jetzt, wie viele Vorräte ich habe (aus alter kriegserfahrenen Familientradition?). Es ging nur um Frisches, und das kaufte mir mein Sohn, bzw. Kräuter aus dem Garten frischten alles auf. Nichtmal an meine Trockengemüse-Vorräte, wie Linsen, Erbsen usw. musste ich drangehen.

 

  • Aufgrund der Zwangsmaskenpflicht vermeiden wir es, soweit es geht, einzukaufen.
    Das bedeutet auch, dass ich nicht mehr durch Einkaufscentren bummele und dadurch keine Spontaneinkäufe mehr tätige.
    Zusätzlich ist die Beratungsqualität als Vorteil des stationären Fachhandels aufgrund der Zwangsabstandsvorschrift z. T. massiv schlechter geworden.

 

  • [Einkaufen] nervt extrem, vor allem jene, die einkaufen als Kinderbespassung nutzen.

 

  • Es klappt. Das Personal beim Kommissionieren und an der Kasse hat inzwischen Routine. Alle tragen Masken. Jeder achtet auf Abstand. Außer an der Kasse geht alles schneller, niemand will sich länger aufhalten. Einmal die Woche Pizza beim Stammitaliener abholen, ist schon eine feste Übung. Sonst hat sich da für uns, meine Frau und mich, nichts geändert. Wieder einmal die Woche abends essen gehen wie früher, wäre schön, aber unter den Vorgaben kein echtes Vergnügen.

 

  • Ich habe einen Großeinkauf im Outdoor Laden gemacht: mehr Equipment fürs Fahrrad fahren, was in den letzten Wochen zur wichtigsten Freizeit und Sport Aktivität wurde. Alle anderen offenen Geschäfte interessieren mich nicht. Ich halte mich nach wie vor von Menschen fern.

 

Wir danken allen Logbuchschreiber*innen für diese gemeinsam geschaffene Datenbasis, um aus der Corona-Pandemie für eine nachhaltige Entwicklung zu lernen und freuen uns auf Ihr Zwischenfazit bis zum 10 Juni.

 

 

Mit den besten Grüßen und Wünschen für Sie,

 

 

Ihre

 

Wibke Crewett, Uwe Demele, Bettina König und Benjamin Nölting

 

Forschungszentrum [Nachhaltigkeit : Transformation : Transfer]

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

www.hnee.de

www.logbuch-der-veraenderungen.org

 

PS: Für Rückfragen und Anregungen erreichen Sie uns unter logbuch@hnee.de

 

[1] https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaft-im-ausnahmezustand-unsere-alltagsnormalitaet.691.de.html?dram:article_id=475912

[2] https://www.deutschlandfunk.de/umgang-mit-plausibilitaet-die-daten-zum-coronavirus-als.691.de.html?dram:article_id=477674

 

Logbuch der Veränderungen - Zwischenstand 3

08.05.2020

Liebe Logbuchschreiberinnen und liebe Logbuchschreiber,

 

das “Logbuch der Veränderungen“ ist nun seit sechs Wochen online! Dank Ihrer dokumentierten Beobachtungen entsteht ein umfangreicher Datensatz, der viele Perspektiven auf Veränderungen von Bürger*innen und Bürgern in verschiedenen Bereichen des Alltags enthält.

So ist das Logbuch inzwischen gewachsen:

Woche 1 und 2: 500 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 140 auf der Mobilversion

Woche 3 und 4: 1.300 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 430 auf der Mobilversion

Woche 5 und 6: 1.700 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 530 auf der Mobilversion.

Es gibt nun 613 Logbucheinträge von 420 Logbuchschreiber*innen. Darunter sind 94 Logbuchschreiber*innen, die mindestens zwei Einträge gemacht haben – alle 2 Wochen kommen rund 20 Mehrfachschreiber*innen dazu. Und inzwischen erhalten 180 Logbuchschreiber*innen diese Erinnerung an den nächsten Eintrag.

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Logbuchschreiber*innen, die mindestens zwei Einträge geschrieben haben

Es gibt Logbucheinträge aus einem nicht-coronabedingten Krankenhausaufenthalt, aus der Corona-Quarantäne, aus der Kita-Notbetreuung, aus dem Rentnerdasein, aus der Solo-Selbständigkeit und aus dem Unternehmerdasein mit Mitarbeiterverantwortung, aus der Kurzarbeit, aus der corona-bedingten Arbeitslosigkeit, aus dem öffentlichen Dienst/ der Behörde, aus dem Einzelhandel, aus dem Familienalltag, von der Dienstreise, aus der Pflege psychisch kranker Menschen, aus der Unterrichts- und Vorlesungsvorbereitung, aus dem Studium, aus der Landwirtschaft und natürlich aus dem Home-Office. Bitte laden Sie weitere Logbuchschreiber*innen ein, damit möglichst diverse Beobachtungen dokumentiert werden können.

 

Und sicherlich sind Sie gespannt, was sich in den Logbucheinträgen bei einem schnellen Blick in die Daten finden lässt:

Die ersten Verhaltensänderungen werden bereits bewertet und weiter angepasst, dies zeigen beispielsweise einige ausgewählte Zitate aus dem Bereich Information/ Kommunikation.

Doch zunächst als Einstieg wieder die überblicksartigen Wortwolken für einen Eindruck zur Vielschichtigkeit und sich von Woche zu Woche entwickelnden Beobachtungen.

Wortwolke Woche 5

Wortwolke Woche 6

Corona verändert vieles – auch die Sprache. Diesen Veränderungen widmet sich ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 06.Mai 2020 (https://www.sueddeutsche.de/leben/corona-coronavirus-sprache-merkel-1.4898287 ). Einige dieser Veränderungen lassen sich auch in den Wortwolken Ihrer Logbucheinträge finden: Das Home-Office hat verstärkt Eingang in die Sprache gefunden durch die Corona-Pandemie. Ihre Logbucheinträge zeugen davon – 150 Mal berichten Sie davon in 94 Logbucheinträgen. Henning Lobin, Leiter des Leibnitz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS), wird im Beitrag mit seiner Vermutung zitiert, dass das Wort ‚Maske‘ eine Sprachveränderung sein könnte, die die Corona-Pandemie überdauert. In Ihren Logbucheinträgen findet sich das Wort auch 150 Mal in 82 Beiträgen. Ein Blick auf die zeitliche Verteilung der Nennungen zeigt, dass es zu solchen Beobachtungen auch immer Veränderungen im Zeitverlauf gibt:  insbesondere Ihre Beobachtungen zum Thema ‚Maskenpflicht‘ in Woche fünf beeinflussten die Häufigkeit.

Das Beispiel zeigt: Diese Schnappschüsse zu Ihren Beobachtungen machen uns neugierig auf die Auswertung nach dem 24. Mai, wo wir eine erste Zwischenbilanz ziehen können, welche Veränderungen Sie dokumentiert haben und welche davon in der ‚neuen Normalität‘ Bestand haben.

 

Aus den letzten beiden Logbuchwochen wollen wir nun noch einige Einträge teilen, die zeigen welche unterschiedlichen Veränderungen Sie im Bereich Kommunikation und Information beobachtet haben und welche verschiedenen Aspekte  bei Ihrer Gesamteinschätzung genannt werden.

 

Kommunikation und Information

  • „Höre neues Podcast der Kath. Akademie: Mit Herz und Verstand. Den Online Gottesdienst verschmähe ich. Versuche zu Skypen mit meinem Sohn in USA. Gescheitert. Will keinen Tatort gucken – es geht um religiösen Wahn. Kann ich nicht brauchen.“

 

  • „Ich informiere mich nur noch einmal täglich. Die Nachrichten zu C. machen mich verrückt. Ich denke kritischer über die Medien nach.“

 

  • „In den Nachrichten gibt es nur noch Corona. Was ist mit dem Rest der Welt? Was ist mit Klimawandel, mit den viel zu vielen Kriegen und Konflikten dieser Welt, mit Wirtschaft, mit Flüchtlingen etc? … Leiden tut die nonverbale Kommunikation. Gerade im öffentlichen Raum. Mit Mundschutz gibt es kein Lächeln.“

 

  • „[Video]meetings können sehr anstrengend sein. Die Wahrnehmung von non-verbalen Signalen ist nicht mehr da… und das macht es schwer, sich einzulassen, auszutauschen… die Treffen werden zur Performance, Theatervorstellungen…“

 

  • „Der Abstand tut gut. Weniger ist mehr. Wir informieren uns über Nachrichten, ganz normal, lesen die MOZ (dadurch die Teilnahme an diesem Forschungsprojekt), die Kommunikation läuft über [Kurznachrichten], Mail, und social Media, und die Videotelefonie hat sich durchgesetzt… leider sind wir aber dadurch auch einer permanenten Reizflut ausgesetzt, der sich aber, wie ich meine, nicht mehr jeder hingeben möchte, der Spielabend in Familie kommt zurück“

 

  • „Lange Telefonate mit meiner Frau und meinen Eltern. Zahlreiche kurze Social Media Chats, weil sich herum spricht, dass ich in Quarantäne muss. Ich verfolge die Nachrichten im [überregionalen öffentlich-rechtlichen Radio] und [im öffentlich-rechtlichen online Fernsehen] sowie [online bei zwei überregionalen Wochenmagazinen und einer regionalen Tageszeitung] sehr intensiv.“

 

Und hier einige Gesamteinschätzungen aus den letzten beiden Wochen:

  • „Erstaunlich, wie innerhalb von nicht einmal 2 Monaten unser Alltag umgekrempelt wurde und wir uns doch so schnell darin zurechtfinden. Der Mensch ist anpassungsfähig, wenn er will. Nur leider möchte er oft nicht…“

 

  • „Ich bin weiterhin pessimistisch, aber das bin ich eigentlich immer. Ich lese viele Corona-Texte mit Protagonisten, die schwer von der Krise betroffen sind. Das finde ich wirklich beklemmend. Wenn man das verbindet mit den Prognosen von Wirtschaftswachstum, Unternehmenspleiten usw…. Das macht mir schon Angst.“

 

  • „Ich fühle mich sehr gestresst – auch mit körperlichen Symptomen wie Magenschmerzen etc. – weil ich mich nicht auf die Vorsicht, Einsicht und Rücksicht der anderen Menschen verlassen kann. Tatsächlich fühle ich mich gerade in der absoluten Zurückgezogenheit in meiner Wohnung am wohlsten. Und das ist sehr ungewöhnlich, weil ich eigentlich sehr gerne unter Leuten bin.“

 

  • „Unsicherheit und Unruhe wächst in mir. Wie wird es menschlich, sozial und ökonomisch weitergehen, wenn der Shut-Down noch länger dauert? Ich erlebe seit der Woche nach Ostern eine zunehmende Beschleunigung und auch aggressiveres Verhalten im Verkehr auf den Straßen – das stimmt mich traurig. Manchmal spreche ich die KassiererInnen im Supermarkt an und frage wie es Ihnen geht. Bisher habe ich immer gehört, dass sie sich zum Teil Unflätiges von den Kunden anhören müssen. Das stimmt mich auch traurig und fassungslos.“

 

  • „Es könnte eine Chance sein, die Gesellschaft zu Nachhaltigkeit, Solidarität und Gemeinschaft zu verändern. Doch gleichzeitig erlebt man auch viel Egoismus und die sog. “Entschleunigung” trifft eben auch nur die privilegierten Gruppen…“

 

  • „Zur Zeit ist im Gespräch die Kitabetreuung auszuweiten für Kinder mit Förderbedarf oder physischen Einschränkungen. Das würde auch uns betreffen und wir könnten evtl. unser Kind wieder in die Kita geben. Hier habe ich mich zum ersten Mal in der Gesellschaft wahrgenommen gefühlt mit einem chronisch kranken Kind.“

 

In den vergangenen und auch künftigen Wochen erleben wir verschiedene Feiertage – und auch Geburtstage, bei denen sich auch Rituale und Traditionen verändern, wie folgender Logbucheintrag zeigt:

  • „Meine Mutti hatte gestern ihren 83. Geburtstag. … Ihr in diesem Jahr Blumen zu senden gestaltete sich jedoch nicht ganz so einfach. Die Lieferdienste bekommen ihr Frachtaufkommen einfach nicht in den Griff. Ein Anruf in einer Gärtnerei in ihrem Ort hat das Problem einfach gelöst… So bleibt das Geld einfach auch bei den Dienstleistern  vor Ort. …“

 

Wenn Sie nachlesen wollen, wie es eigentlich zur Idee für das Logbuch kam, empfehlen wir Ihnen das Interview mit Prof. Dr. Benjamin Nölting im Blog der Plattform für Bürgerwissenschaften: https://www.buergerschaffenwissen.de/blog/nachgeforscht-bei-benjamin-noelting-von-logbuch-der-veraenderungen.

Auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat über das Logbuch der Veränderungen berichtet: https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/logbuch-fuer-die-post-corona-zeit/.  Im Artikel weisen verschiedene Überlegungen aus Wissenschaft und Politik darauf hin, dass die Corona-Pandemie sicherlich auch Einfluss auf nachhaltige Entwicklung nehmen wird, denn Politik und Gesellschaft kommen in Bewegung, weil Entscheidungen von großer Tragweite zu treffen sind. Ob dies ein Gelegenheitsfenster für mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sein wird, hängt auch davon ab, wie sich gesellschaftliche Akteure für diese Themen einsetzen. Wichtig jedoch auch: welche Veränderungen sind im Alltag möglich und dauerhaft machbar – dazu sammeln Sie im Logbuch wichtige Beobachtungen, die wir nach der Auswertung – ganz im Sinne der Bürgerwissenschaften – auch mit Ihnen diskutieren wollen.

 

Seit dem 20.4. sind die ersten Lockerungsmaßnahmen in Kraft. Weitere sind nun beschlossen, werden je nach Bundesland angepasst. Im Laufe des Monats Mai treten daher – regional unterschiedlich – sicherlich weitere Veränderungen in Ihrem Alltag auf. Wird dies eine Rückkehr sein zu dem Alltag, wie Sie ihn vor dem Pandemiegeschehen geführt haben? Was machen Sie nicht mehr? Passen Sie bestimmte Routinen an oder ersetzen Sie diese durch neue? Wollen Sie etwas beibehalten, aber die Bedingungen des Alltags machen dies schwer? Welche Hinweise auf längerfristige Veränderungen nach Corona geben Ihre Beobachtungen? Und haben Sie beim Logbuchschreiben eine Veränderung entdeckt, die Nachhaltigkeitspotential hat?

 

Wir freuen uns auf Ihre Logbucheinträge und auch über die von weiteren, neuen Logbuchschreiber*innen!

 

 

Mit den besten Grüßen und Wünschen für Sie,

 

 

Ihre

Wibke Crewett, Uwe Demele, Bettina König und Benjamin Nölting

Forschungszentrum [Nachhaltigkeit : Transformation : Transfer]

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

www.hnee.de

PS: Für Rückfragen und Anregungen erreichen Sie uns unter logbuch@hnee.de

 

 

Logbuch der Veränderungen - Zwischenstand 2

24.4.2020

Liebe Logbuchschreiberinnen und liebe Logbuchschreiber,

das “Logbuch der Veränderungen“ ist nun seit vier Wochen online. Vielen Dank für Ihre umfangreichen und genauen Beobachtungen!

Waren es vor zwei Wochen fast 500 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 140 auf der Mobilversion, so haben wir inzwischen gut 1.300 bzw. 430 auf der Webseite bzw. Mobilversion registriert. Was jedoch zählt, sind die tatsächlichen Logbucheinträge, zu denen wir mit unserer heutigen Erinnerungs-Mail kurz informieren wollen.

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Logbuchschreiber*innen, die mindestens zwei Einträge geschrieben haben

 

Sicherlich sind Sie auch gespannt, wer denn hier gemeinsam Beobachtungen zu dieser besonderen Zeit sammelt. Wir haben einen kurzen Blick in die Daten geworfen. Von denjenigen, die dazu Angaben gemacht haben, können wir sagen: Unter den Logbuchschreiber*innen sind bisher mindestens zwei Schüler*innen, ein Azubi, 89 Studierende, 115 Angestellte, 22 Unternehmer*innen, 12 Rentner*innen und 38 sonstige. Sie sind zwischen 15 und 80 Jahre alt, wobei sich die jüngsten und die ältesten mit 8 bzw. 7 Logbuchschreiber*innen die Waage halten. Beim Verhältnis der Geschlechter ist es weniger ausgewogen: 209 weibliche, 50 männliche und 5 diverse Logbuschreiber*innen haben dazu Angaben gemacht. Eine Erinnerung per E-Mail erhalten 140 Personen. Damit das Logbuch der Veränderungen Beobachtungen aus so vielen gesellschaftlichen Bereichen wie möglich dokumentieren kann, laden Sie doch gern weiter neue Logbuchschreiber*innen ein und leiten Sie die Webseite https://logbuch-der-veraenderungen.org/ gern weiter.

Die Beobachtungen veränderten sich bereits vor dem Inkrafttreten der Lockerungsmaßnahmen am 20.4.2020: In den ersten vier Wochen haben Sie ganz unterschiedlich über wahrgenommene Veränderungen, aber auch über (erstaunlicherweise) Gleichbleibendes berichtet. Dass sich Ihre Beobachtungen von Woche zu Woche verändern, zeigen unsere ersten ‚Wortwolken‘ mit den häufigsten Wörtern in allen 417 Logbucheinträgen im Zeitraum vom 27.3.2020 bis 19.4.2020. Es gibt bereits 53 Logbuchschreiber*innen, die mindestens zwei Logbucheinträge gemacht haben.

Die Häufigkeit der Wörter in allen Ihren Schilderungen haben sich von Woche zu Woche nuanciert und am deutlichsten über Ostern in Woche 3 verändert:

Wortwolke Woche 1

Wortwolke Woche 2

Wortwolke Woche 3

Wortwolke Woche 4

In Ihren Einträgen haben Sie Schwerpunkte gesetzt. Sie haben fast 330 Mal zum Thema Einkaufen berichtet, fast genauso oft berichten Sie über Ihre besonderen Herausforderungen im häuslichen Umfeld (287 Mal) und sprechen vom Besonderheiten im Zusammensein mit Anderen (191 Mal). Natürlich sind Ihre Themen Sicherheit (184 Mal), Abstand halten (165 Mal) sowie unterwegs sein (113 Mal). In 150 Beiträgen haben Sie das Thema Alleinsein angesprochen. Lebensmittel und Klopapier kommen häufig vor. Als Forschungszentrum für Nachhaltigkeitstransformation sind wir gespannt, was viele von Ihnen über die Themen Nachhaltigkeit (71 Mal) und Klimawandel (12 Mal) dokumentiert haben.

Einen weiteren Schnappschuss in Ihre Beobachtungen erlauben einige, zufällig ausgewählte Zitate zum Thema Mobilität. Sie zeigen, dass es zu dem Thema ganz unterschiedliche Wahrnehmungen gibt. Es werden verschiedene Aspekte benannt und die Veränderungen unterschiedlich bewertet. Die Darstellung ist nicht schwarz-weiß, sondern es wird differenziert abgewogen, wie nachfolgende Zitate zeigen:

  • „Meine eigene Mobilität hat sich kaum verändert, da ich kein Auto besitze und schon vor der Corona-Krise zu Fuß oder per Rad unterwegs war. Es fällt natürlich auf, dass generell weniger Autos fahren. Es ist wunderschön still – auch tagsüber! Mehr Menschen als vorher gehen jetzt spazieren oder fahren Rad. Vielleicht behalten sie das bei.“

 

  • „Grenzen sind geschlossen, es fliegen kaum noch Flugzeuge, Regionalverkehr ist eingeschränkt, ÖPNV wird kaum genutzt, Gründe hierfür sind bekannt. Aus Sicht des Infektionsschutzes sind diese Maßnahmen sinnvoll, subjektiv aber belastend.“

 

  • „Ich fahre in der Regel sehr viel Fahrrad. Weder habe ich ein Auto, noch nutze ich den ÖPNV häufig. Seitdem ich quasi nur noch für das nötigste vor die Türe gehe, laufe ich. Ich laufe lange und kurze Wege, überlege mir bestimmte Routen, um möglichst viel Vielfalt in die Spaziergänge zu bekommen. Ich laufe nur in der Sonne und lasse mir dadurch den Weg bestimmen, oder laufe an Häusern von Freunden vorbei. Und vor allem laufe ich langsam. […] Die Spaziergänge gehören mittlerweile zur festen Tagesstruktur. Sie bieten Bewegung, frische Luft, Zeit für Unterhaltung oder den eigenen Gedanken nachhängen. Ich war nie ein*e große*r Spaziergänger*in, aber aus jetziger Sicht kann ich mich durchaus darüber freuen.“

 

  • „Ich bin in meiner Mobilität eingeschränkt, denn ich benutze wegen der Ansteckungsgefahr keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Mein Radius beschränkt sich auf das, was ich mit dem Fahrrad erreichen kann […]. Ich bedaure das, weil ich mich mit manchen Freundinnen nicht mehr treffen kann.“

 

  • „War heute gar nicht draußen. Es gab keinen Grund und ich nehme das Zuhause- Bleiben sehr ernst. Eigentlich will ich gar nicht mehr raus. Die Vorräte reichen erst mal, ich muss kaum einkaufen.“

 

  • „Ich lebe in einer Kleinstadt. Da es keine Ausgangssperre gibt, bin ich weiterhin zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs. Öffentliche Verkehrsmittel spielen hier aufgrund der kurzen Wege eigentlich kaum eine Rolle, trotzdem habe ich bemerkt, dass die Stadtbusse weiterhin, meist leer, fahren. Wir haben außerdem ein Auto mit dem wir vor ein paar Tagen über die fast leeren Autobahnen zu unserem Garten gefahren sind. In der Stadt selbst sind meiner Meinung nach noch relativ viele Autos unterwegs, mancherorts fast unverändert viele. Benzin ist deutlich günstiger geworden, wir haben seit Jahren nicht mehr so günstig getankt. Auf jeden Fall lernen wir die Kleinstadt in dieser Zeit nochmal ganz anders zu schätzen!“

 

  • „Weniger Autos. Wunderbar für alle nicht-Autofahrer. Man sieht, wieviel Verkehr wir durch unser Freizeitverhalten produzieren. Schön so ruhige Straßen zu haben. Fahre aber auch selbst Auto und sehe nur, dass das Auto durch unglaublich viele öffentliche Verbindungen ersetzt werden könnte.“

 

Seit dem 23. April ist das Logbuch international bekannt:
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde beteiligt sich auf Einladung von Prof. Dirk Messner vom Umweltbundesamt u.a. mit dem Logbuch am Corona Sustainability Compass-Blog, der seit Mitte April 2020 gemeinsam vom Umweltbundesamt (UBA), dem Forschungsnetzwerk Future Earth, dem International Science Council (ISC, Internationaler Wissenschaftsrat) und der Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz verantwortet wird: https://www.csc-blog.org/de.
Unter dem Dach des CSC-Blogs stellen die Autor*innen, führende Wissenschaftler*innen, Entscheidungsträger*innen aus der Wirtschaft und Politiker*innen, ihre Visionen und Bilder von einer nachhaltigeren Zukunft vor – neue, zukunftsorientierte Strategien, die vielleicht gestern noch unvorstellbar waren, durch die Corona-Krise nun aber möglich werden könnten.

Vielleicht denken Sie nach den ersten Tagen Lockerungsmaßnahmen daran, noch einen weiteren Logbucheintrag zu machen. Wir freuen uns auf Ihre neuen Beobachtungen. Was beschäftigt Sie nach mehreren Wochen Corona-Krise? Was hat sich wirklich verändert? War etwas nur temporär? Welche Veränderung wollen Sie selbst beibehalten? Oder verändert sich jetzt erst wirklich etwas?

Wir grüßen Sie herzlich, wünschen Ihnen alles Gute für Wohlergehen und Wohlbefinden, bleiben Sie gesund!

Ihre
Wibke Crewett, Uwe Demele, Bettina König und Benjamin Nölting Forschungszentrum [Nachhaltigkeit : Transformation : Transfer] Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde www.hnee.de

PS: Für Rückfragen und Anregungen erreichen Sie uns unter logbuch@hnee.de

 

Logbuch der Veränderungen – Zwischenstand 1

9. April 2020

Liebe Logbuchschreiberinnen und liebe Logbuchschreiber,

das “Logbuch der Veränderungen“ ist seit fast zwei Wochen online. Wir möchten uns bei Ihnen ganz herzlich für ihre vielfältigen, individuellen und präzisen Beobachtungen bedanken. In der Zwischenzeit erreichten uns viele positive Rückmeldungen, Vorschläge für eine Erweiterung des Logbuchs z.B. um Fotos – und vereinzelte Kritik an der Gestaltung der Seite. Einiges haben wir noch nachgebessert.

Fast 500 Logbuch-Besuche auf der Webseite und 140 auf der Mobilversion zeugen davon, dass die Idee auf großes Interesse stößt und Neugier weckt. Die Einträge ins Logbuch kommen von ganz unterschiedlichen Menschen mit ebenso vielfältigen Wahrnehmungen und Beobachtungen.

Sie beobachten und reflektieren diese besonderen Zeiten aus dem Home Office, vom Feldweg, aus den leeren Bussen und Bahnen und Straßen, beim Einkaufen und beim Austausch mit Freundinnen und Freunden, Familie und Arbeitskolleg*innen. Sie schreiben verteilt über den ganzen Tag Logbucheinträge – manchmal sogar bis nach Mitternacht. Unser erster Eindruck ist, dass sich neben dem unmittelbar veränderten praktischen Alltag auch vielfältige Fragen für die Zukunft ergeben. Was wird sich nach Corona verändern und was bedeutet das jede*n von uns? Auch in unseren Gesprächen rund um das Logbuch nehmen wir ein großes Interesse an zum Teil weiterreichenden Fragen zur künftigen Gestaltung der Gesellschaft wahr.

Daher teilen wir auf unserer Facebook-Seite zum „Logbuch der Veränderungen“ Artikel und Beiträge, die wir im Zusammenhang mit solchen Fragen interessant finden. Das ist natürlich nur eine ganz kleine Auswahl. Bleiben Sie bitte mit uns weiter neugierig, welche Antworten sich ergeben werden, welche man selber gibt, welche Veränderungen sich noch ergeben, welche Veränderungen stabil erhalten bleiben, welche wieder gehen und welche neuen Fragen daraus entstehen.

Vielleicht denken Sie über die Osterfeiertage daran, noch einen weiteren Logbucheintrag zu machen. Wir freuen uns auf Ihre neuen Beobachtungen. Was beschäftigt Sie nach mehreren Wochen Corona-Krise? Eventuell kennen Sie in Ihrem Umkreis auch jemanden, der ebenso spannende Beobachtungen teilen und dokumentieren möchte. Dann leiten Sie die Webseite https://logbuch-der-veraenderungen.org/ gern weiter.

Wir grüßen sie herzlich, wünschen Ihnen alles Gute für Wohlergehen und Wohlbefinden, und trotz der Umstände – schöne Ostern!

Ihre

Wibke Crewett, Uwe Demele, Bettina König und Benjamin Nölting

PS: Für Rückfragen und Anregungen erreichen Sie uns unter logbuch@hnee.de

 

 

Das Logbuch auf unserer Facebook Seite

Auf der Facebookseite teilen wir Medienbeiträge zu Beobachtungen und Bewertungen von Veränderungsphänomenen, die unser Forschungsprojekt betreffen. Wir sehen diese Beiträge als Gedankenanstöße. Wir verfolgen keinen  Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind beispielhaft für die gesellschaftliche Diskussion verschiedener Veränderungsphänomene in Angesicht der Corona-Pandemie. Das Logbuch gibt Ihnen eine Möglichkeit Ihre eigenen Gedanken zum Thema ausdrücken und Zeitgeschehen selber zu dokumentieren.

Wie wegen Corona EU-Büros in Unterkünfte für obdachlose und bedrohte Frauen umgewandelt werden

EU Parliament becomes shelter for vulnerable women during COVID-19 crisis – Euroactiv vom 04.05.2020 

Prof. Dr. Armin Falk, Verhaltensökonom am Behavior and Inequality Research Institute an der Universität in Bonn über Empathie in der Coronakrise

„Am Ende ist es wahrscheinlich ganz einfach die Angst“ – Deutschlandfunk vom 17.05.2020 

Wie die Tierwelt auf die Coronakrise reagiert. Ein Podcast von ZEIT WISSEN

Klang Ökologie: Wale und Vögel nutzen die Corona-Stille – ZEIT Online vom 17.05.2020 

Corona-Isolation und Kunst

Ein künstlerisches Video über die Corona-Isolation von Sven Marquardt, 30.04.2020

Corona und Studium

Bafög-Höchstsatz für alle wäre eine Soforthilfe – Der Tagesspiegel vom 22.04.2020

Lehren aus dem Lockdown

Warum die Corona-Krise keine Revolution ist – Der Tagesspiegel vom 22.04.2020

Corona: Alltag in Grafiken

Wie das Virus unseren Alltag verändert – ZEIT Online vom 22.04.2020

Corona und Selbständigket

Diese Summen hat die IBB an Selbstständige und Kleinunternehmer ausgezahlt – Der Tagesspiegel vom 22.04.2020

Soziologen vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung diskutieren über die Corona-Krise

Tatsächlich nur ein Ausnahmezustand – oder doch ein nachhaltiger Einschnitt? – Der Tagesspiegel vom 20.04.2020

Corona und Einkaufen

Corona-Hamsterkäufe gehen zurück – taz vom 08.04.2020

12 Thesen darüber, was in den kommenden 12 Monaten passieren könnte.

Corona – Auswirkungen und “The day after tomorrow” – Terra Institut vom 07.04.2020

Corona und Wirtschaft

Das Coronavirus hat leider nichts von einer Apokalypse: Es regt die Phantasie nicht an, sondern lähmt bloss die Betriebe – Neue Züricher Zeitung vom 07.04.2020

Interview mit Christian Laesser, Touristik-Professor an der Universität St. Gallen

“Interkontinental reisen können wir bestenfalls wieder 2021” – und auch das nur begrenzt» – Neue Züricher Zeitung vom 03.04.2020

 

Wie weiter nach dem Lockdown?

Wege aus dem Lockdown: die Ideen unserer Leserinnen und Leser – Neue Züricher Zeitung vom 02.04.2020

Textbeitrag von Christian Geulen, Professor für Neuere und Neueste Geschichte und ihre Didaktik in Koblenz

Vor, in und nach der Krise – Geschichte der Gegenwart vom 01.04.2020

Corona und Geflüchtete

Arbeitschance für Geflüchtete – taz vom 01.04.2020

 

Kolumne von Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher

48 – Die Welt nach Corona

Interview mit Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts

“Wir stolpern von Krise zu Krise” – Süddeutsche Zeitung vom 29.03.2020

Interview mit Karlheinz Steinmüller, Physiker und Science-Fiction-Autor

„Wir werden nach der Krise unseren Lebensstil nur minimal ändern“ – Frankfurter Allgemeine vom 27.03.2020

Interview mit Lucas Pohl, Klimaativist bei Fridays for Future Berlin

Klimaaktivist über Streik und Corona: „Krass viele Menschen leiden“ – taz vom 27.03.2020

Corona und gesellschaftliche Veränderungen

Wie Corona die Gesellschaft verändert: “Die Ängste mischen sich mit Hoffnungen” – Der Tagesspiegel vom 26.03.2020

Corona und Haustiere:

Wie sich Hunde und Katzen im Homeoffice benehmen – ze.tt gr.een vom 26.03.2020

Interview mit Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher und Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

Klimaforscher zur Coronakrise: „Niemand kann sich jetzt über einen positiven Klimaeffekt freuen“ – Frankfurter Rundschau vom 26.03.2020

Homeoffice während Corona

Daheim im Corporate Center – taz vom 25.03.2020

Corona – und die ökologische Transformation?

Corona-Wirtschaftshilfen für ökologische Transformation – Der Tagesspiegel vom 24.03.2020

3 Interviews mit Prof. Dr. Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

“Das Virus ist der radikalste Entschleuniger unserer Zeit” – Der Tagesspiegel vom 24.03.2020

 

So verändert Corona die Menschen: “Man misstraut plötzlich dem eigenen Körper” – TAG24 vom 24.03.2020

 

Corona-Krise für Moderne ohne Vergleich – Süddeutsche Zeitung vom 24.03.2020

Luft und Klima in Zeiten von Corona

Wie die Corona-Krise Luft und Klima beeinflusst – Süddeutsche Zeitung vom 21.03.2020

Immobilien und Corona

Geld sitzt nicht mehr so locker. Immobilien in der Corona-Krise: Bröckeln jetzt Preise – oder kommt Flucht in Beton? – Focus Online vom 20.03.2020

Diskussionspapier von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Folgen der Corona-Krise und Klimaschutz – Langfristige Zukunftsgestaltung im Blick behalten – Wuppertal Institut vom 20.03.2020

Interview mit Lisa Göldner, Greenpeace-Expertin

„Aus Corona fürs Klima Lernen“ – Greenpeace vom 19.03.2020

Medizinische Ausrüstung

Die Knappheit bei der medizinischen Ausrüstung macht erfinderisch – Neue Züricher Zeitung vom 18.03.2020

Maßnahmen gegen Corona

Schluss mit Reisen – Tagesschau vom 16.03.2020

Corona und Fridays for Future

“Kein Mensch sieht Corona-Krise als Mehrwert” – zdfheute vom 16.03.2020

 Zukunftsprognosen von Ernst & Young

Die 6 Megatrends der Zukunft – CIO von IDG vom 02.03.2020

 

Maßnahmen gegen die Klimakrise

“Wir werden der Frage nach Begrenzung von Freiheiten nicht entkommen” – Süddeutsche Zeitung vom 17.10.2019

Einige Medienbeiträge zu Veränderungen durch die Corona-Pandemie